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Die Radonbelastung in einem Haus hat ihre Ursache im Baugrund, d.h. in der Radonaktivitätskonzentration
in der Bodenluft. Die Höhe der Belastung hängt im Wesentlichen von der Bauweise, der Qualität
der Bauausführung und vom altersbedingten Erhaltungszustand des Hauses ab. Daher kann sich die
Radonkonzentration in der Raumluft eines Hauses von derjenigen im Nachbarhaus um Größenordnungen
unterscheiden!
Zuverlässige Aussagen zur Radonsituation Ihres Hauses oder Ihres Baugrundstückes sind aus diesen
Gründen nicht über eine Ferndiagnose oder Wünschelrutenbegehung, sondern nur durch eine
seriöse Messung zu erhalten. Mit Hilfe der zur Zeit vorhandenen Karten können selbst Experten
keine konkrete Handlungsanweisung für Einzelobjekte geben, sondern nur empfehlen, ob Maßnahmen
zum Radonschutz bei Neubauten sinnvoll sind oder mit welcher Dringlichkeit eine Radonmessung in
bestehenden Gebäuden durchgeführt werden sollte.
Aufgrund unserer Erfahrungen haben wir die Informationen der Deutschland-Karte der
Radonaktivitätskonzentration in der Bodenluft und die unter Federführung des Bundesamtes
für Strahlenschutz (BfS) erarbeiteten und veröffentlichten Forschungsergebnisse zum
Radontransfer vom Baugrund ins Gebäude für Sie so aufbereitet, dass die o.g. Empfehlungen auf
Kreisebene möglich sind. Ergebnis ist die nebenstehende Karte. Handlungsanweisungen auf
Gemeindeebene oder für ein konkretes Grundstück bzw. Haus sind daraus nicht mit der notwendigen
Sicherheit abzuleiten.
Die Klasseneinteilung der Karte dient einer Abschätzung der Dringlichkeit, mit der Messungen
der Radonkonzentration in der Raumluft bestehender Gebäude in Betracht gezogen werden sollten.
Hierbei gilt, dass ältere Häuser und solche mit Mängeln in der Bausubstanz in der Regel
stärker belastet sind als neue Häuser.
Radonmessungen in Wohn- gebäuden sind einfach und preiswert durchzuführen. Hierzu werden sogenannte
Exposimeter verwendet, die über einen Zeitraum von drei bis 12 Monaten (Langzeitmessung) aufgestellt werden.
Für jeden Raum, in dem die Radonkonzentration gemessen werden soll, ist ein Exposimeter notwendig. Um einen Eindruck
über die Radonbelastung in einem Haus zu gewinnen, wird empfohlen, zwei Messungen - z.B. in einem Aufenthaltsraum
im Erdgeschoss und in einem Kellerraum - durchzuführen. Sollten Sie Interesse an einer solchen Messung haben,
können Sie hier
Exposimeter bestellen).
Wichtige Hinweise:
- Die Einstufung eines Landkreises oder einer Stadt liefert die bestmögliche
Abschätzung, die zum aktuellen Zeitpunkt mit den uns zugänglichen
Informationen möglich ist!
- Sie bedeutet nicht, dass alle Gemeinden eines Landkreises die gleiche
Radonbelastung in der Bodenluft oder in Gebäuden aufweisen müssen.
Eine detailliertere Betrachtung ist ohne zusätzliche Messungen aber nicht
möglich.
- Umgekehrt können in Landkreisen oder Städten, deren Radongefährdung
als eher niedrig eingestuft wird, in Einzelfällen und/oder lokal erhöhte
Radonkonzentrationen in der Bodenluft oder in Gebäuden auftreten.
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